Sektsonderfahrt ¶
Allgemein ¶
Die meisten Bahnreisenden hatten bereits Kontakt zu einer Sektsonderfahrt, die in den sozialen Medien auch „Mit Schaumwein in die Bahn rein” genannt wird. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von angeschwippsten und angeheiterten 50-Jährigen, die auch Sekt-Gabis und Aperol-Spritz-Annettes genannt werden. Sie scharen sich meist in Grüppchen um 4er-Sitzplätze. Während des ausgelassenen Feierns, bei dem auch das eine oder andere prickelnde Getränk nicht fehlen darf, werden nicht selten die lustigsten Geschichten über Thermomix-Rezepte oder das goldene Zeitalter der Tupperware erzählt. Meist gibt es zusätzlich Snacks in Form von geschmierten Stullen oder Frikadellenbrötchen.
Umgang ¶
Der Umgang mit einer solchen Versammlung ist nicht immer ganz leicht. Zunächst empfehlen wir Kopfhörer mit ANC (Active Noise Cancelling), die mindestens 100 € gekostet haben. ANC stößt bei solchen Lärmpegeln jedoch an seine Grenzen. Daher sollte zusätzlich Musik eingeschaltet werden. Lautstärkespitzen können dadurch aber nur bedingt abgefedert werden. Dann hilft nur das Wechseln des Abteils.
Bitte unterlassen Sie jegliche Kontaktaufnahme mit den Mitgliedern der Sektsonderfahrt, da Sie ansonsten eine Rudelbildung sowie schnippische Kommentare riskieren, die unter die Gürtellinie gehen. Rein rechtlich gesehen liegt nämlich kein Verstoß gegen die in Deutschland geltenden Gesetze vor.
Vorkommen ¶
Sektsonderfahrten finden vor allem an den Wochenenden in den warmen Monaten (von Mai bis September) statt. Meist hilft nur, das Abteil oder den gesamten Zug zu wechseln.
Das Ziel der Sektsonderfahrt ist oft nicht eindeutig feststellbar. In der Regel sind es aber deutsche Sehenswürdigkeiten wie Städtetrips oder Gutshöfe.
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu hinterlassen.
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste, der kommentiert!