Die Menschentraube von Hamm ¶
Allgemein ¶
Das Phänomen der Menschentraube von Hamm beschreibt, dass es bei mittlerem bis hohem Fahrtaufkommen im ÖPNV zu konzentrierten Massenansammlungen von Menschen an wenigen Stellen des Zuges kommt. Diese bilden sich überwiegend in den Eingangsbereichen der Abteile, die unmittelbar an den Treppenaufgängen des Bahnsteigs liegen. Die anderen Bereiche des Zuges sind hingegen leergefegt. Grund dafür ist die fehlende Bereitschaft verschiedener Fahrgäste, durch den Zug in die weniger frequentierten Abteile zu laufen.
Auswirkungen ¶
Durch die fehlende Verteilung der Fahrgäste kommt es zu einer konzentrierten Mehrbelastung einiger Waggons. Die modernen Züge sind auf eine solche Belastung allerdings ausgelegt.
Das Problem liegt jedoch darin, dass die Fahrgäste eng aneinanderstehen, was nicht nur zu vermehrter Hitze, sondern gerade auch in den Wintermonaten zur Verbreitung von Krankheitserregern wie Bakterien und Viren führen kann. Auch für Menschen mit Platzangst (Klaustrophobie) ist diese Situation sehr belastend.
Vorkommen ¶
Zunächst wurde dieses Phänomen am Bahnhof Hamm (Westfalen) beobachtet. Studien haben jedoch gezeigt, dass dieses Phänomen auch an weiteren Bahnhöfen wie Paderborn, Kassel Wilhelmshöhe und Köln (nicht an allen Zügen) auftritt.
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